Verein
für Kinderbetreuung
Basel
Mitglieder
des Vorstandes

Patricia von Falkenstein
Präsidentin
Tel.P
061 - 312 12 31
E-Mail
Webside
Lucas Koechlin
Vizepräsident
Dr. jur. Stephan Grundmann
Aktuar
Maya Hornstein
Delegierte GGG
vakant
Kassier
Roberto Brunner
Heimleitung
(beratende Stimme)
Rolf Rudin
Heimleitung
(beratende Stimme)
Der Verein für Kinderbetreuung
Basel besteht seit 1906. Der
ursprüngliche Auftrag war ein medizinischer. Dieser hat sich im
Verlaufe der Jahre, den sich ändernden Bedürfnissen
angepasst und ist heute ein pädagogischer geworden.
Der Verein hat sich immer wieder neu
orientieren müssen, in diesem
Sinne zeigt sich auch die neueste Konzeptänderung. Mit dem
"Flexiblen Bereich“ will der Verein eine Lücke im heutigen
Betreuungsangebot schliessen.
Die Geschichte
1906
Eine zahlenmässig immer stärkere Abnahme stillender
Mütter, mangelnde Hygiene, ungünstige künstliche
Säuglingsnahrung und der Mangel an fachgerechter Beratung
über Säuglingspflege haben zur Folge, dass zu Beginn unseres
Jahrhunderts mehr als 25% aller Todesfälle in unserer Stadt auf
Säuglinge entfallen. Es wundert deshalb nicht, dass die
Kinderspitäler im Volksmund als "Massengräber' bezeichnet
werden.
Dieser Zustand bewegt den Basler Kinderarzt und späteren Professor
für Pädiatrie Dr. Emil Feer dazu, die Initiative zur
Gründung eines "Vereins für Säuglingsfürsorge" zu
ergreifen. Unter ärztlicher Leitung sollen in einem Heim fünf
Ziele angestrebt werden:
1. Pflege von magen- und darmkranken Säuglingen
2. Einrichtung einer Milchküche, in welcher Kindermilch nach
Anordnung und unter Kontrolle der Ärzte hergestellt und nach
aussen abgegeben wird.
3. Beratungsstelle für Säuglingspflege (heutige
Mütterberatung)
4. Schule für Säuglingswärterinnen
(Vorgängerinnenschule)
5. Vermittlungsstelle für Ammendienst
1907
Am 14. Februar wird an der Hardstrasse 87 das Heim eröffnet. Es
ist das erste dieser Art in der Schweiz.
1928
Einrichtung eines lsolierzimmers, welches bei ansteckenden Krankheiten
innerhalb des Heimes und gegen das Einschleppen von ansteckenden
Krankheiten von aussen gebraucht wird.
1931
25jähriges Bestehen. In allen 5 Zielgruppen sind Bedürfnis
und Notwendigkeit nachgewiesen. Die Nachfrage ist steigend. Trotzdem
decken die von der ÖKK und AKP vertraglich festgelegten Taxen die
Kosten nicht.
1935
Tod von Oberin Else von Erxleben (1909-1935)
1939
Seit Jahren wirkt sich die Weltwirtschaftskrise auf den Betrieb aus.
Der Bedarf an Schoppen geht um 50% zurück, weil die ÖKK nur
noch Beiträge für Heilnahrung bezahlt. Für diesen Bezug
ist ein ärztliches Rezept erforderlich und ein Selbstbehalt ist 3
bis 4 Wochen im Voraus zu bezahlen.
Einfache Schoppen werden deshalb von den Müttern wieder zu Hause
hergestellt.
Der Kriegsausbruch macht dem Heim schwer zu schaffen. Viele Arzte sind
für längere Zeit im Aktiv- und eine Schwester im
Sanitätsdienst.
Nach beinahe 30jähriger Tätigkeit tritt Dr. Max Reber als
leitender Arzt zurück.
1940
Der Krieg verursacht für alle Sorgen und Mehrarbeit, z.B. die
Verdunkelung, Vorbereitung einer Evakuation, Anlegen von Vorräten
an Kohle, Medikamenten, Verbandsmaterial, Material für
Milchküche und Haushalt. Das Einlösen der Rationierungsmarken
ist zeitraubend.
Milchsäuremilch wird als Heilnahrung empfohlen. Sie gilt als
bester Ersatz zur Deckung des Muttermilchmangels.
Wegen Benzinmangels werden 44 Milchdepots auf 12 Lokale reduziert.
1942
Eröffnung eines zweiten Isolierzimmers, wodurch das Heim von
Epidemien verschont bleibt.
1944
Die Teuerung ist enorm und die mit den Krankenkassen vertraglich
festgelegten Tarife viel zu tief. Zum ersten Mal seit 37 Jahren weist
die Bilanz einen Verlustsaldo auf. Der Verein hofft auf die
Grosszügigkeit privater Spender.
1945
Das Gesundheitsamt bezeichnet alle Mütterberatungsstellen als
unentgeltliche, öffentliche Impfstellen.
Herr C. Burckhardt-Sarasin tritt nach 37 Präsidialjahren
zurück.
1946
Auf den 1. April wir die Belieferung der Stadtverkaufsstellen durch die
Milchküche nach fast 40 Jahren eingestellt. Die Gründe
dafür sind der stetige Rückgang der Nachfrage (1919: 54'570
Schoppen, 1946: noch 3'270 Schoppen) und die im Handel
erhältlichen, fertigen Nährpräparate. Auch die, trotz
grossem Entgegenkommen des ACV, enormen Kosten der Schoppenverteilung
erleichtern den Entschluss. Ab jetzt werden nur noch Schoppen für
den Eigengebrauch oder für Selbstabholer gekocht. Bei Abwesenheit
oder Krankheit der Eltern nimmt das Heim auch gesunde Kinder auf.
Kranke Kinder haben aber jedoch immer Priorität.
1948
Wegen Arbeitsüberlastung muss Herr W. Oswald-Sarasin, seit 1927 im
Vorstand, zurücktreten.
1951
Der Verein legt der Regierung einen Bericht über die bisherige
Tätigkeit und den derzeitigen baulichen Zustand und dessen
notwendige Massnahmen dar.
1953
Erstmals wird in Erwägung gezogen, ob ein moderner Neubau nicht
sinnvoller und der Stadt würdiger sei.
1954
Der Vorstand erklärt sich bereit, die Pflegerinnenschule in
diejenige des Kinderspitals zu integrieren, welches sich seinerseits
verpflichtet, dem Heim als Aussenstation genügend Praktikantinnen
zuzuteilen.
Nach Besprechungen mit staatlichen Stellen privaten Kreisen und mit der
Zusicherung der Christoph Merian Stiftung, Bauland kostengünstig
abzugeben, beginnt die Neubauplanung.
Am 21. Oktober verstirbt der Gründer Professor Emil Feer.
1956
50. Jubiläumsjahr!
Man gedenkt der bahnbrechenden Verwirklichung einer im wahrsten Sinne
notwendigen Idee von Prof. Feer. Die Leistungsbilanz und das
fortschrittliche Denken aller Verantwortlichen sich den
veränderten Bedürfnissen anzupassen, dürfen als
überzeugend positiv bewertet werden.
Die Fürsorgerin, Schwester Esther Jaeger, tritt aus
gesundheitlichen Gründen nach 52jähriger Tätigkeit
zurück.
1958
Mit grossem Elan treibt man unter Anleitung des Hausarztes und der
Oberschwester, zusammen mit Behörden und der Christoph Merian
Stiftung, die Planung für den Neubau voran.
1959
Die Neubaupläne sind fertig und sollen im kommenden Jahr samt
Kostenvoranschlag eingereicht werden.
Klagen werden laut, welche die baulichen und hygienischen Zustände
im Altbau als unhaltbar bezeichnen und man hofft, dass der Betrieb bis
zum Umzug weitergeführt werden kann. Die Baukosten werden auf Fr.
2'000'000.- veranschlagt. Auf Wunsch des Vorstandes und der Regierung
soll das Heim weiterhin (aus Kostengründen) als Privatinstitution
weitergeführt werden.
Herr E. Hoffmann-Feer tritt nach 32 Jahren aus dem Vorstand
zurück.
1961
Die seit 30 Jahren amtierende Präsidentin des Damenkomitees, Frau
E. Sarasin-Geigy, ist verstorben.
1962
Bald 10 Jahre laufen die Neubaubemühungen. Im Heim stellt man
wieder einmal Notbetten auf. Trotzdem müssen Kinder abgewiesen
werden.
1964
Baubeginn im Oktober!
1966
Auszug aus der Hardstrasse am 24. April und Bezug des Neubaus an der
Emanuel Büchel-Strasse 16 am 25. April.
Der offizielle Name lautet jetzt: Säuglings- und Kleinkinderheim
"Auf dem Gellert".
1967
Der Neubau bewährt sich bestens im Betrieb. Bei gutem Wetter
können sich die Säuglinge auf der Terrasse im 1. Stock und
die Kleinkinder im grossen Garten bei abgasfreier Luft aufhalten.
Es gibt keine offiziellen Besuchszeiten mehr. Wenn möglich
dürfen die Eltern mit ihren Kindern spazieren oder sie übers
Wochenende nach Hause nehmen.
Nach 60 Jahren wird zum erstenmal der Personalbestand erwähnt. Die
19 Personen setzen sich wie folgt zusammen: 1 Oberschwester, 1
Stellvertreterin, 4 Schwestern, 1 Schwesternhilfe, 5
Kleinkinderpflegerinnen, 2 Praktikantinnen, 1 Köchin, 2
Wäscherinnen, 2 Haushälterinnen.
1968
Um genügend qualifiziertes Personal zu erhalten, muss (wie beim
Staat) die Teuerungszulage gewährt werden.
Die Vorsitzende, des Damenkomitees, Frau H. Burckhardt-Burckhardt
übernimmt das im Verein neu geschaffene Amt einer
Vizepräsidentin.
1969
Die Finanzen sind ziemlich ausgeglichen, auch wegen der besseren
Auslastung des Heimes.
Der Heimarzt Dr. W. Feer tritt nach 30jähriger Tätigkeit
zurück.
1970
Alle 20 Kleinkinder erkranken für 7 Wochen an Windpocken. Dank
grossen hygienischen Massnahmen kann die Säuglingsabteilung davor
bewahrt werden.
1971
Das staatliche Beitragswesen wechselt vom Sanitäts- zum
Justizdepartement. Die GGG übernimmt das Patronat über den
Verein. Frau Dr. Marinka Schulthess verfasst zusammen mit Frau Dr.
Charlotte Leu-Weber eine "Abklärung und Planung der Jugendhilfe
Basel-Stadt". Daraus geht hervor, dass sehr viele Kinder und
Jugendliche unserer Stadt sozial und psychisch beeinträchtigt
sind. Um dieser negativen Entwicklung zu begegnen, muss eine gezielte
Prophylaxe ausgebaut werden, die schon im Säuglingsalter beginnen
soll.
1972
Die Löhne passen sich an das staatliche Lohngesetz, samt 13.
Monatslohn, an. Trotz allem ist es schwierig, qualifiziertes Personal
zu finden.
1973
Als Folge der 1971 entstandenen Abklärung und dank der Initiative
von Frau Dr. M. Schulthess wird das Heim für eine 2jährige
Studie ausgewählt:
"Ein Versuch zur Verminderung von Deprivationsschäden in einem
Säuglings- und Kinderheim". Diese Arbeit steht unter der Leitung
des Institutes für Pädagogik und Psychologie der
Universität Basel (Dr. E.E. Kobi) und dem Leiter des
Sozialpädagogischen Dienstes. Aus Stiftungen und Spenden stehen
für die Finanzierung Fr. 35'000.- zur Verfügung.
1975
Die Studie schliesst mit einem 45-seitigen Bericht ab: In
psychologischer Hinsicht bewahrheiten sich die schon 1971 von Frau Dr.
M. Schulthess in ihrer Abklärung erwähnten Probleme der
Frühverwahrlosung und frühkindlichen Frustration. Aufgrund
dieser Erkenntnisse wird eine Umstrukturierung des Heimes erarbeitet,
die auch bauliche Veränderungen in Haus und Garten beinhalten. Die
sterile Spitalatmosphäre soll einem möglichst
familienähnlichen Betrieb in verschiedenen Gruppen weichen. Man
will von einem medizinischen Pflegen und passiven Hüten auf die
aktive pädagogische Betreuung und Förderung der Kinder
umstellen.
1976
Die Umstellung vom medizinischen zum pädagogischen Konzept, sowie
die baulichen Veränderungen in Haus und Garten sind vollzogen. Das
Familiensystem bewährt sich.
1978
Unter Berücksichtigung der veränderten Verhältnisse
beschliesst die Mitgliederversammlung die Namensänderung von
"Verein für Säuglingsfürsorge Basel" auf "Verein
für Kinderbetreuung Basel".
1983
Das bewährte Familiensystem behält man bei, unterscheidet
aber zwischen Tages- und Kinderheimgruppen.
1984
Eröffnung einer Buschitagesgruppe.
Wenn immer möglich fördert man die Kinder auch gezielt im
musischen Bereich.
1985
Das leerstehende Personalhaus wird nach einer sanften Renovation an
Praktikanten der Chemie und des Kantonsspitals vermietet.
1987
Der Vorstand beschliesst, allenfalls auch HIV-positive Kinder
aufzunehmen. Das Personal erhält dafür eine fachliche
Beratung.
1988
Mit dem Kanton Basel-Stadt schliesst der Verein einen 5 jährigen
Subventionsvertrag ab. Versuchsweise eröffnet man eine Hortgruppe
für 6-10jährige.
Nach 10 Jahren übergibt die Präsidentin Frau Claudia Trinler
ihre Aufgabe an Frau Ursula Werthemann.
1989
Erstmals in der Geschichte wird mit Herrn Marius Sinniger-Wirz einem
Heimleiter die Verantwortung für das Heim übertragen.
Da das Kinderheim als Säuglingsstation und nicht als Kinderheim
gebaut wurde und neben den betrieblichen auch grosse bauliche
Mängel aufweist, schlägt der Heimleiter einen Umbau des
ganzen Kinderheimes vor. Mit dem Umbau könnte auch ein neues
Betreuungskonzept verwirklicht werden, das neben dem Tagesheim und dem
Kinderheim noch eine weitere Betreuungsmöglichkeit anbietet.
1990
Zusammen mit der Nachbarschaft betreibt man eine Quartierkompostierung
im hinteren Teil des Gartens.
1991
Der Verein für Kinderbetreuung Basel feiert sein 85 jähriges
Bestehen
Das Kinderheim "Auf dem Gellert" ist nun schon seit 25 Jahren an der
Emanuel Büchel-Strasse 16.
Der Heimleiter stellt das neue Betreuungskonzept für das
Kinderheim "Auf dem Gellert" dem Vorstand und dem Erziehungsdepartement
vor. Das Kernstück ist, das sinnvolle und einmalige
Betreuungsangebot, Kinderheim und Tagesheim in einer Institution, zu
optimieren. Das neue Betreuungskonzept soll das Kinderheim und
Tagesheim mit einer flexiblen Gruppe ergänzen. Dort soll
teilzeitliche stationäre Kinderbetreuung sowie Nacht- und
Wochenendbetreuung im teilstationären Bereich angeboten werden
können. Diese Gruppe wird "24 Stunden Teilzeitgruppe" genannt.
Ab diesem Jahr können wir auch Absolventinnen und Absolventen an
der BASBA ausbilden.
1992
Wir reagieren auf die neuen Bedürfnisse in der Tagesbetreuung,
bieten Teilzeitbetreuung an und verlängern die Öffnungszeiten
am Morgen und am Abend um je eine halbe Stunde.
1993
Der Verein formuliert einen Antrag zum sehr dringenden Umbau des
Kinderheim "Auf dem Gellert" und übergibt diesen dem
Regierungsrat.
1994
Dieses Jahr ist von der grossen Gartenumgestaltung geprägt. Der
Zivilschutz gestaltet, nach einer fast 2 jährigen Planungszeit,
unseren verwilderten Garten in einen kinderfreundlichen
Kinderspielgarten.
Im September feiern wir an 3 Tagen und organisieren, mit
Unterstützung des Zivilschutzes ein grosses Quartierfest.
1995
Wir erhalten im Kinderheim und im Tagesheim neue
Subventionsverträge.
Am 10. März stirbt Frau Dr. h.c. Marinka Schulthess. Sie hat durch
ihre Arbeit im Vorstand des Vereins für Kinderbetreuung Basel viel
in Bewegung gesetzt und verändert.
Nach über 30 jähriger Tätigkeit tritt Dr. Jakob Zahn in
diesem Jahr als Vorstandsmitglied und Heimarzt zurück. Frau Dr.
Henriette Hug-Batschelet übernimmt das Amt der Heimärztin.
Im Dezember pflanzen wir, zusammen mit den Kindern, 100
Wildsträucher entlang dem neuen Zaun und im hinteren Teil des
Gartens – dies soll mit den Jahren ein kleiner Buschwald geben,
der den Kindern Natur und Versteckmöglichkeiten bietet.
1996
Ein Jubiläumsjahr – besteht der Verein doch seit 90 Jahren
und das Kinderheim "Auf dem Gellert" ist vor 30 Jahren an der Emanuel
Büchel-Strasse 16 eröffnet worden. Wir feiern dieses Ereignis
am 1. Juni.
Eine grosszügige Spende der GGG von Fr. 25'000.- ermöglicht
die Anschaffung von dringend benötigten Tischen und Stühlen.
1997
Von den Herren Regierungsräten Cornaz und Vischer erfahren wir,
dass wir uns bis im Sommer 1998 auf eine Antwort betreffend des Umbaus
gedulden müssen.
Wir sind aber weiterhin zuversichtlich, weil unser flexibles Angebot
mit Kinderheim und Tagesheim im vergangenen Jahr wieder sehr gefragt
war.
1998
Leider verunmöglicht seit zwei Jahren die Studie Füeg jede
Entscheidung betreffend des Umbaus. Es wird sogar in Betracht gezogen,
das Kinderheim "Auf dem Gellert" zu schliessen, weil in Basel 40
Kinderheimplätze abgebaut werden. Dies verunsichert die
Mitarbeitenden unserer Institution sehr.
Damit die Regierung unser Projekt nicht aus den Augen verliert, laden
wir den zuständigen Regierungsrat, Herrn S. Cornaz, am 27. Mai zu
einer Besichtigung ein. Herr Regierungsrat Cornaz ist betroffen vom
schlechten Zustand des Hauses. Das neue Betreuungskonzept, welches erst
durch den Umbau realisiert werden kann, wird sehr positiv aufgenommen.
Herr Regierungsrat Cornaz verspricht uns, bis zum Ende des Jahres eine
Antwort zu unserem Umbaugesuch zu geben. Leider ist auch in diesem Jahr
keine positive Antwort bei uns eingetroffen.
An der Berufs- und Frauenfachschule Basel (BFS) beginnt der erste
Ausbildungsgang zur Kleinkinderzieherin. Bis zu diesem Jahr müssen
alle Schülerinnen aus Basel nach Zürich/Schlieren an die BKE.
Auch vom Kinderheim "Auf dem Gellert" geht die erste Schülerin an
die Basler Schule BFS, an der unser Heimleiter mit einem kleinen Pensum
unterrichtet.
1999
Die Nachfrage an Kinderheimplätzen hat bis Mitte dieses Jahres
massiv abgenommen und wir überlegen uns ernsthaft, ob wir eine
Gruppe schliessen müssen.
Während der Zeit der Unterbesetzung im Kinderheim, betreuen wir
Tageskinder im Kinderheim, da in der Tagesbetreuung noch immer ein
grosser Mangel an Plätzen besteht und wir so die schlechte
finanzielle Situation des Heimes etwas verbessern können.
Nach den Sommerferien haben die Anfragen wieder stark zugenommen, so
dass im Spätherbst die Nachfragen unser Platzangebot
überschreiten und wir Gesuche abweisen müssen.
Immer mehr stossen wir an die Grenzen, im Kinderheim rund um die Uhr
qualifizierte Arbeit zu leisten. Zunehmend betreuen wir schwierigere
und betreuungsaufwendigere Kinder, die auch in der Nacht auf eine
intensive Betreuung angewiesen sind (Babys, die noch keinen Rhythmus
haben, suchtentwöhnte Buschis, Kinder, die in der Nacht durch
einen Monitor überwacht werden, etc.). Auch die Zahl der Kinder,
welche an den Wochenenden nicht mehr nach Hause gehen können, oder
von den Eltern spontan wieder ins Heim gebracht werden, nehmen zu und
verlangen von uns personelle Ressourcen, über die wir nicht
verfügen.
Die grosse Nachfrage im Bereich der Tagesbetreuung betrifft vor allem
die teilzeitliche Betreuung, welche seit Jahren steigend ist. Durch das
grössere Angebot an Teilzeitbetreuung steigt aber die Anzahl der
betreuten Kinder deutlich an. Auch hier stossen wir immer mehr an
unsere Grenzen der personellen Ressourcen.
Nach den Sommerferien wird klar, dass wir unser Baugesuch neu
formulieren und die Umbaukosten auf ca. die Hälfte reduzieren
müssen. Erwartungsvoll starteten wir zum zweiten Mal mit der
Formulierung eines Baugesuches. Das ganze Umbaukonzept wird neu
berechnet und neu formuliert. Eine durchaus gute Nachricht ist, als wir
vom ED und JD erfahren, dass unser Projekt mit den Bereichen
Kinderheim, Tagesheim und "flexibler Bereich" auf Interesse stossen.
Nach über 10 Jahren aktiver Vereinsarbeit tritt Frau Ursula
Werthemann vom Amt als Präsidentin zurück. Mit grossem und
unermüdlichen Einsatz hat sie sich stets für das Wohl der
Kinder und der Angestellten eingesetzt.
An der Mitgliederversammlung wird Frau Patricia von Falkenstein, als
neue Präsidentin des Vereins für Kinderbetreuung Basel,
gewählt.
2000
Der 22. März 2000 ist ein grosser Tag in der Geschichte des Verein
für Kinderbetreuung Basel und des Kinderheim "Auf dem Gellert".
Nach 10 Jahren Planung, Berechnung, Diskussion, Unsicherheit und
Warten, entscheidet sich, nach dem Regierungsrat, auch der Grosse Rat
für den Umbau des Kinderheim "Auf dem Gellert".
2001
Im März 2001 beginnt der Umbau des Kinderheim "Auf dem Gellert"
und schon in den Sommerferien zügeln die Tagesgruppen, mit
Ausnahme der Gruppe Spatzen, in die neuen Räume. Um auf die
steigende Nachfrage in der Tagesbetreuung zu reagieren wird in
Erwägung gezogen, die Gruppe Spatzen nicht wie vorgesehen zu
schliessen um so das bestehende Angebot zu erhalten oder gar zu
erhöhen. Nach reiflicher Überlegung und Rücksprache mit
der Heimleitung entscheidet sich der Vorstand dagegen und die Gruppe
Spatzen wird im nächsten Sommer geschlossen. Das Platzangebot von
36 Tagesheimplätzen soll aber nicht wie vorgesehen reduziert
werden, sondern die bestehenden Gruppen müssen ihr Platzangebot
erhöhen und den Personalbedarf den neuen Bedingungen nach
Möglichkeit anpassen.
Zwischen Sommer- und Herbstferien wird der Zwischentrakt mit den
Büros und dem grossen Mehrzweckraum umgebaut.
Nachdem die Räume im Parterre des Kinderheims provisorisch etwas
umgestaltet sind, zügeln im Oktober die beiden Kinderheimgruppen
aus dem ersten Stock in das Parterre. Massive Lärmbelastungen in
diesem Bereich machen ein Wohnen zeitweise fast unmöglich. Durch
die engen Wohnverhältnisse können wir über diese Zeit
nur 12 Kinder betreuen. Für die finanziellen Auswirkungen, die
daraus entstehen, müssen wir selber aufkommen.
2002
Anfangs April zügeln die 2 Kinderheimgruppen in den ersten Stock.
Aus den hellen und freundlichen Räumen wird, mit dem vorhandenen
Mobiliar und etwas Improvisationstalent, das neue Zuhause der Kinder.
Für den "flexiblen Bereich" wird Personal gesucht. Am 30. Mai
trifft sich das neue Team zum ersten Mal. An diesem Abend werden
verschiedene Grundlagen erarbeitet und die Gruppe bekommt den Namen
Fidibus. Am 28. Juni wird die Gruppe Spatzen geschlossen und die
wenigen Spatzenkinder die noch auf der Gruppe sind, gehen auf andere
Gruppen oder treten aus dem Tagesheim aus.
Am 8. Juli wird der "Flexible Bereich" offiziell eröffnet.